Mein Füllfederhalter

 

 

 

Es war einmal - so fängt es an -

als dann dieser Tag begann.

Ganz schön sieht es aus, die Sonne scheint,

doch am Ende dieses Tages habe ich "geweint".

Doch weinen, richtig war es nicht, denn ich war sauer.

Mein Federhalter lag diesmal auf der Lauer.

Zusammen mit dem Kugelschreiber es begann,

am Schreibtisch sitzend, ich war dran!

Öffnen wollte ich ihn, abziehn seine Kappe,

doch der Füller, er lag auf der Mappe.

In der Hand der Kugelschreiber sich befand,

Meine Feder schaute über seinen Rand.

Ganz vollgeschmiert mit sehr viel Farbe,

dafür hatte ich die Gabe,

waren nicht nur meine Finger dann,

auch das Klemmbrett, es war dran.

Denn auf diesem, oh, ich staunte,

mein Federhalter zu mir raunte:

Suchst du denn nicht eigentlich mich?

Und auf einmal er dann von mir wich.

Er fiel zu Boden, rollte davon und fort,

mit dem Stuhl folgte ich an seinen Ort.

Doch übersah ich in der Eile dann,

dass der Federhalter nicht kam voran.

Es quietschte, ein Schrei drang an meine Ohren,

meinen Füller, ich hatte ihn verloren.

Ganz zerbrochen war seine Feder,

das konnte ich sehen, eben jeder.

Ich hob ihn auf und legte ihn

vorsichtig auf den Schreibtisch hin.

Was mach ich nun nur ohne dich?

Ganz weglegen werde ich dich nicht!

Auch wenn ein neuer Federhalter

nun vom Papier wird der Verwalter,

du bleibst immer in meinem Herzen,

dein Fortsein werde ich nie verschmerzen!