Der Abend naht....

 

 


Langsam geht der Tag dem Ende zu,

und wir finden endlich unsre Ruh.

Wann gehen wir denn ins Bett, mein Schatz,

ich weiß noch nicht, jetzt noch nicht mein Spatz.

Ich geh schon vor, kommst du dann nach?

Aber sicher doch, bist Du noch wach?

Meine Lieblingsserie ist dann zu Ende,

und es kommt des Tages Wende.

Die Bettdecke ist aufgedeckt, ganz liebevoll,

ich freu mich jeden Abend drauf, ganz doll.

Aber schlafen können wir noch nicht,

wir gehen mit dem Tag noch einmal ins „Gericht“.

Ans Schlafen wird noch nicht gedacht.

es wird geredet, geflachst und auch gelacht.

Geknuddelt wird noch einmal,

gedrückt wird auch zweimal.

Dann nimmt jeder seine Schlafposition ein,

das gehört dazu, da muss so sein.

Er rollt auf die linke Seite,

ich such auf der rechten dann das Weite.

Doch vorher wird er noch einmal richtig zugedeckt,

bevor uns die Sonne morgen wieder weckt.

Noch einmal über die Haare gekrault,

nicht an den Ohren knabbern, sonst bin ich vergrault.

Und dann geht's los,

ich dreh mich nach rechts,

ich dreh mich nach links,

schlafen kann ich nicht, aber mein Mann der bringt's.

Das Schnarchen fängt ganz langsam an,

etwas lauter wird es dann.

Zu diesem Zweck drück ich ihm dann die Nase zu,

vielleicht gibt er dann ja endlich eine Ruh.

Ganz kurz wird er dann wach und schaut,

doch dann ist es nicht mehr ganz so laut.

Ich sag, Schatz, roll‘ dich auf die rechte Seite,

sonst suche ich wirklich noch das Weite.

Kannst du nicht schlafen, was ist denn mit dir?

Du schnarchst wie ein Brummbär, antworte ich dir.

Ist ja schon gut, ich träum jetzt sowieso,

mach mich auf die Reise nach irgendwo.

Denn, das muss man wissen,

alle Länder besucht mein Mann des Nachts mit seinem Kissen.

Die Nacht geht unruhig manchmal hin und her,

doch morgens freue ich mich dann umso mehr.

Er muss dann aufstehn, das macht er ja so gerne,

die Arbeit liegt dann noch in weiter Ferne.

Ich krabbel raus aus den Federn, eins, zwei, drei

und bin ganz eifrig dann dabei,

meinen Mann dann munter zu bekommen,

er schaut morgens immer noch so benommen,

die Decke wegzuziehen, ganz langsam, versuche ich dann,

das mag er nicht, mein allerliebster Lieblingsehemann.

Nur noch 5 Minuten sagt er, dann komm ich schon,

doch das Radio ist dann der nächste „Lohn“.

Bayern eins sagt fröhlich Guten Morgen,

ihm vertreibt das alle Sorgen.

Das dachte ich jedenfalls einmal,

aber der Sender war nicht seine Wahl.

Der meine dafür umso mehr,

mir fällt das Aufstehen dann nicht so schwer.

Mein Mann zieht dann seine Bettdecke über den Kopf,

ach, er ist schon ein ganz ein armer Tropf.

Dann noch einen anderen Trick, um ihn wach zu bekommen,

er schaut noch immer so benommen.

Ich komme gleich mit dem nassen, kalten Lappen,

so schnell springt mein Mann sonst nie in seine Schlappen.

Dann erst mal eine rauchen und munter werden,

er hat schon den Himmel hier auf Erden.

Nach langer Schwerstarbeit ist es mir dann geglückt,

und nach dem Frühstück wird er noch einmal herzlich gedrückt.

Wieder beginnt ein neuer Tag,

mal sehn, was der uns heute bringen mag.