Mein Zuhause: Friesland, Schottland und München... was ist Zuhause???

"mein" Friesenhof....

 

 

FRESENHOF


Knut Kiesewetter

 

Wenn de Wind dör de Bööm weiht,
Un Gras nich mehr wassendeiht,
Un geel all ward, denn kummt bald de Tied.
Wenn de Storm
över't Feld geiht,
Wo lang schon
keen Korn mehr steiht,
Un Mehl all ward, denn ist bald so wiet.
Dat de Dag
kötter ward un de Nach de duert lang,
Un de Kinner vun Nabar, de warn in Düstern bang.
Wenn de Regen vun't Reitdach dröppt,
Mien Söhn buten gauer löppt,
Sonst ward he
natt, denn snurrt bin'n de Kat.
Wenn de Wind dreiht, vun Nord weiht,
Un Reg'n geg'n de Finster neiht,
De
Schieb'n dahl rennt, denn föhl ik mi wohl.
Wenn dat Füer in Kamin brennt,
Un jeder di bi'n Vörnam nennt,
Weil he di kennt, denn
is uns Hus vull.
Denn de
Nabern sünd disse Tied ok nich geern alleen,
Un bi Teepunsch an't Füer ward de Wedder weller schön.
Wenn de
Blädder sik brun farvt,
Un Water steiht inne Groof,
Denn ward
dat Harvs, op uns Fresenhof.

 

 


 

Mein Elternhaus in Varel...

Mein Elternhaus in Varel....

Das ist mein Elternhaus in Varel. Hier bin ich aufgewachsen mit zwei Brüdern. Was ist Zuhause? Ist es dort, wo man daheim ist? Ich bin dann kreuz und quer durch Deutschland gezogen, beruflich bedingt. In Zetel habe ich einige Zeit gewohnt, dort auch in der Gemeindeverwaltung gearbeitet. Es war eine schöne Zeit, besonders dann zum Zeteler Markt. Schau dir den Link einmal an.  http://www.chefkoch.de/rezepte/1706671279461416/Gruenkohl-mit-Pinkel-nach-Ammerlaender-Art.html Es gibt dann ein ganz besonders Essen, das ist das Essen, was in jedem Haushalt angeboten wird, in jeder Wirtschaft serviert und traditionell nach dem ersten Frost angeboten .

 

 

 

 

Meine Eltern, Walter und Gertrud Heidenreich aus Varel - und ich...

 

 

 

Meine Mama ....

In Bayern bekahm ich von meinen Eltern Care-Pakete geschickt. Enthalten waren natürlich Grünkohl und Pinkel von unserem Lieblingsschlachter in Varel, Manni Schlöndorf. Der war immer so nett, wenn Mama dort bestimmte Sachen für uns kaufte, und er wußte, das wird nach Bayern geschickt, er legte kleine, mit Liebe beschriftete "schöne Grüße von Manni" Leberwurst dazu. Natürlich gehörte auch eine Luftgetrocknete dazu und Mama backte sogar den Stuten für uns, den sie dann mit selbstgemachter Marmelade verschickte. Nicht fehlen durfte natürlich auch in Bayern das Schwarzbrot, das man dort gar nicht bekahm.  Mama ist schon eine ganz Liebe. Selbst die Nachbarn versorgt sie mit Essen, wenn die nicht mehr können, sie ist immer für uns da. Sie kann aber auch meisterhaft kochen. Noch heute rufe ich an, wenn ich einen Tip von ihr brauche, selbst jetzt in Varel - schön, dass es Dich gibt. Danke Mama!

 

 

meine Mama und mein Papa....

 

 

Papa in seiner Werkstatt...

Hier ist Papa im "Stall", wie es früher bei uns hieß. Das ist seine Werkstatt. Jeder, der ein Probem hatte, konnte kommen und ihn um Hilfe bitten. Er wußte immer eine Lösung. Er war über 60  Jahre im Stadtrat der Stadt Varel, im Kreistag und als stellvertretender Landrat im Landkreis Friesland tätig, nebenbei war er fleißiger Rentner. Er hat mir schon sehr viel bei Umzügen geholfen, hier und dort ein Brett angebracht, Lampen angeschraubt, Schränke gebaut. Er tat auch wirklich alles für die Mitbürger der Stadt Varel. Am 09. Dezember 2011 wurde mein Vater, Walter Heidenreich, mit der höchsten Ehrenmedaille der SPD, der "Willy-Brandt-Medaille", für seine Verdienste für die SPD und für eine sozialdemokratische Kommunalpolitik im Landkreis Friesland ausgezeichnet. Diese Medaille ist für jeden guten und überzeugten Genossen eine wirkliche Auszeichnung, gleichsam der sozildemokratische Ritterschlag. Die hat er wirklich aus meiner Sicht ehrlich verdient . Nicht nur die Stadt Varel kann stolz auf ihn sein, prima  Papa, danke!

 

 

 

 

Bilder aus Friesland, Dangaster Kurhaus und Hafen

Am Hafen in Dangast...

 

 

..im Dezember am Jadebusen in Dangast....

Auch in Dangast, ein Stadtteil von Varel, bin ich zu Hause. Dort ist mein Lieblingsplatz immer beim Pegelhäuschen am Hafen oder im "Biergarten" vom Kurhaus bei Tapken. Dort gibt es den weltbesten Rhabarberkuchen. Bei Wilhem in der Klause kann man dann gemütlich Tee trinken und es sich gut gehen lassen. Ich brauch immer das Wasser um mich. Wenn dann der alte Lange in den Hafen einfährt, hole ich mir einen Beutel frische Granat vom Kutter. Die werden dann am Pegelhäuschen gepult und gegessen. Wenn dann noch der Wind um die Nase pfeift, fühlt man sich, wie zu Hause. 

 

 

 

 

The Highlands....

Gemeinderat des Districts Sutherland

Schottland ist meine zweite Heimat. Damals, vor über 30 Jahren, war ich in der Gemeindeverwaltung in Zetel tätig. Es hat mir viel Spaß gemacht, dort zu arbeiten und in Zetel zu wohnen. Ich war im Einwohnermeldeamt tätig. Damals habe ich eine Städtepartnerschaft mit dem District Sutherland mit ins Leben gerufen. Es ist eine sehr große, enge Freundschaft mit Schottland, seinem Land und seinen Leuten entstanden. Noch heute habe ich Kontakt zu ihnen und möchte es nicht missen. Wenn man einmal dort gewesen ist, muß man die Highlands lieben. Wer Tips haben möchte, kann sich gern über den Kontakt an mich wenden.


 

Mein Schottland ... die Highlands ... District Sutherland...
Mein erster Versuch auf den Bagpipes....

 

 

Die Highland Games sind etwas ganz besonders. Die Highlander treffen sich zu bestimmten Sportarten, Tanzen, Baumstamm-Werfen, Tauziehen und natürlich Whiskey-Trinken. Es macht unheimlich viel Spaß, dort teilzunehmen. Man lernt wirklich Land und Leute kennen und lieben.

 

 

 

Während der Highland Games in Dornoch .... John Muir, Drum Major Dornoch Pipe Band, a visitor after enjoying the good old Clynlish Whiskey and Charly, member of the Pipe Band and me

Loch More ... in den Highlands mit meiner BMW

 

Viele Jahre bin ich mit meiner BMW R 45 dann nach Schottland gefahren. Es war herrlich, so durch die Highlands zu fahren. Ich war das einzigste Mädel dort. Ich habe immer bei meinen "schottischen Eltern" übernachtet, das waren Donald und Marie Munro in Evelix bei Dornoch. Eine liebevolle Familie mit zwei Buben, die ich sofort ins Herz geschlossen hatte. Durch Donald habe ich wirklich viel kennengelernt und wurde vertraut mit der Sprache und Tradition in Schottland. Wahrscheinlich kommt daher auch meine Liebe zur Country-Music, nicht zuletzt aber auch durch meine Kalifornien-Reisen. Dort bin ich in den National-Parks immer mit dem Motorhome unterwegs gewesen - ebenfalls ein Erlebnis.

 

Dornoch Pipe Band - Sutherland - Schottland

 

 

Die Dornoch Pipe-Band mit Pipe Major Willie Fraser, der seit 37 Jahren Mitglied der Pipe Band ist, spielt während des Sommers traditionell auf dem Square in Dornoch. Die ganze Band habe icn sehr ins Herz geschlossen. Sie sind sehr trinkfest, treffen sich nach der Veranstaltung immer im Castle Hotel im Pub. Der ist urgemütlich. Liebe Grüße an die Band - nächstes Jahr komme ich wieder.


 



 

 

 

Musikkapelle Ainring vor fast 30 Jahren - 1982

Das war einmal die Ainringer Blaskapelle, jetzt die Musikkapelle Ainring, die ich als Reiseleiter vor 30 Jahren nach Schottland zum District Sutherland begleiten durfte. Dort sind wir mit "Goaßlschnalzen" in Dornoch einmarschiert. Es war eine echte Gaudi. Noch heute verbinden mich liebe Erinnerungen. Die Ainringer machten mich mit den bayerischen Traditionen bekannt und ich sie mit den friesischen und schottischen...

 

Durch eine damals mit von mir initiierte Städtepartnerschaft zwischen der Gemeinde Zetel, Landkreis Friesland, und dem District Sutherland in den Highlands von Schottland, nicht zuletzt durch den damaligen Vorsitzenden der "Freunde Sutherlands" habe ich die Bayern kennen  und lieben gelernt. Heute darf ich eine von "ihnen" sein...

Mein heißgeliebter Viktualienmarkt.... und ein paar Eindrücke aus München...

 

 

Blumenstand auf dem Viktualienmarkt

 

 

Mein Zuhause war München. Dort wohnte ich im Lehel. Donnerstags ist dort immer der Wochenmarkt, wo man sich herrlich zu einem kurzen "Klönschnack" treffen kann. Gerne gehe ich auch heute noch über den Viktualienmarkt. Es schlagen einem die Düfte der ganzen Gewürze entgegen. Man kann prima die Leute beobachten, aber auch kennenlernen. Aber genauso wohl fühlte ich mich zu Hause auf meinem Balkon, umgeben von einem Blumenmeer. Inmitten der Blumen läßt es sich leben. Abends zündete ich mir die Kerzen an, hörte schöne Musik, las ein wenig,  Ich machte es mir einfach gemütlich. Das war mein Zuhause - jetzt ist es Varel/Friesland.